Kritiken

COVENANT – Skyshaper (CD/Synthetic Symphony/SPV) – Info: www.covenant.se

Das neue COVENANT-Album „Skyshaper“, welches ich Euch am Veröffentlichungstag im Club Nightlife auf der DM-Party off. vorstellen durfte, hat es durchaus in sich. Dabei ist auffallend, daß ich es, obwohl ich es nun schon eine ganze Weile kenne und höre, ständig neu definiere. Diese Rezi kann also nur eine Momentaufnahme sein. Aktuell ist es insgesamt angekommen, nachdem ich es anfangs als zu ruhig empfand. Wobei ein paar Lieder weniger wichtig erscheinen. In Hithinsicht ist „Ritual noise“ absolut die beste Auswahl, da bewirbt sich nur noch „Brave new world“ und viell. „Pulse“ mit. Im Gegensatz dazu sind meine Favoriten ganz anders gelagert: Das experimentelle, sehr kraftvolle „Sweet and salty“ war anfangs mein einziges Glanzlicht. Immer mehr gefolgt von „Happy man“, obwohl man den Text sicher am ehesten auf Koks inbrünstig intoniert. Wieso nicht einfach mal von diesem Gefühl ergreifen lassen und mitschweben? Die Welt hinnehmen und glücklich sein. Oder einfach so tun. Nur schade, daß keines dieser Lieder live gespielt wurde, für mich unverständlich.
„Skyshaper“ ist eine komische Mischung: Ein paar Songs klingen wie zuletzt, einige andere passen gar nicht in das alte Korsett. O.g. Singleanwärter sind sicher aus der ersten Gruppe. Ohne die Scheibe all zu oft zu hören findet man Zugang, ist doch alles wie gehabt. Andere wiederum, wie „20Hz“ oder auch „Spindrift“, haben zu wenig Substanz, ein Baßlauf, ein paar Synthetikklänge, ein ohne große Höhepunkte durchlaufender Gesang. Etwas dahingeschissen, lieblos; dazu dann SEHR ruhige Titel wie „Happy man“ oder „The world is growing loud“, sehr minimal ebenfalls, aber mit Reiz in ruhigeren Minuten.
Das Problem bei der Sache ist, daß man kaum ein passendes Fazit zu diesem Album finden wird, es wirkt dafür zu bunt zusammengewürfelt, manchmal zu wenig bemüht, dann wieder kraftvoll und nach vorne treibend. Man ist hin- und hergerissen. Eines bleibt man aber trotz zeitweisen kommerziellen Anwandlungen in der Vergangenheit: Streng elektronisch. Dafür kann man COVENANT dankbar sein!


H-Punkte 5,0 [Skala 1- 6]

DJHorn

 


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